google.com, pub-9674849545383401, DIRECT, f08c47fec0942fa0 Kinder im Lebenslauf, sollte man sie angeben? - Lebenslauf Vorlagen

Kinder im Lebenslauf, sollte man sie angeben?

Kinder im Lebenslauf, sollte man sie angeben?

 

Diese Frage stellt viele Bewerber immer wieder vor eine große Unsicherheit dar. Ist es sinnvoll, seine Kinder im Lebenslauf zu erwähnen, oder sollte man diese Information lieber nicht preisgeben? Und ist es überhaupt erlaubt, eine solche Angabe zu verschweigen?

Leider ist sind diese Fragen gar nicht so leicht zu beantworten, denn es geht dabei nicht nur um objektive Informationen, sondern darum, wie diese Angaben vom Arbeitgeber aufgefasst werden. Es sind also unterschiedliche Faktoren, die hierbei beachtet und abgewägt werden müssen.

 

Kinder im Lebenslauf angeben – ein Muss?

 

Ein Lebenslauf fordert viele verschiedene Angaben zur eigenen Person, bei denen man bekanntermaßen nicht lügen darf, wenn man im Ernstfall keine Kündigung riskieren möchte. Doch wie verhält es sich mit der Angabe zu den eigenen Kindern? Das Arbeitsrecht hat hierzu leider keine ganz eindeutige Antwort parat.

Zwar verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgezetz (AGG) die Benachteiligung von Bewerbern aus rassistischen, ethnischen, geschlechtlichen, religiösen Gründen oder aufgrund einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Nicht explizit erwähnt werden hier allerdings der Familienstand oder die Anzahl der Kinder. Es ist somit nicht eindeutig, ob diese Angaben implizit zu den genannten gehören, oder nicht.

Unter formalen Aspekten gilt allerdings, dass Informationen zu Kindern privat sind und somit die Angabe freiwillig erfolgt. Sollten Sie sich für diese Angabe entscheiden, empfiehlt es sich, diese zu den persönlichen Daten am Ende des Lebenslaufs zu setzen. Es ist üblich, Familienstand und Kinder gemeinsam zu nennen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten: ledig, verlobt, verheiratet, geschieden, verwitwet. Im Anschluss folgt dann die Angabe der Kinder mit dem jeweiligen Alter, dies könnte beispielsweise so aussehen:

  • Familienstand: ledig, keine Kinder
  • Familienstand: geschieden, 1 Kind (15 Jahre)
  • Familienstand: verheiratet, 2 Kinder (3 und 7 Jahre)

 

Kinder im Lebenslauf erwähnen: Ja oder Nein?

Bei der Entscheidung, ob man diese freiwillige Angabe macht oder nicht, muss man in jedem Fall beachten, dass diese Informationen beim Arbeitgeber auch immer spezielle Interpretationen hervorrufen.

Bestimmte Kombinationen bei Kindern und Familienstand sind leider mit starken Stereotypen behaftet. So könnte der Personaler möglicherweise bei ledigen und Alleinerziehenden Bewerbern mit kleinen Kindern denken, dass es vermehrt zu Ausfällen kommt (wenn beispielsweise das Kind krank ist) oder die Arbeitszeiten nur unflexibel gestaltet werden können.

Dagegen lässt sich bei verheirateten Bewerbern ohne Kinder darauf schließen, dass ein Kinderwunsch besteht und somit ebenfalls ein längerer Ausfall bevorstehen kann.

 

Achtung, nicht nur Frauen sind betroffen!

Die stereotypen Schlussfolgerungen, die sich aus der Angabe der Kinder ziehen lassen, gelten nicht nur für Bewerberinnen. Auch Männer sollten sich gut überlegen, ob sie ihre Kinder im Lebenslauf aufführen oder nicht. Einen großen Stellenwert kann die Angabe der Kinder für Männer zum Beispiel dann haben, wenn der Arbeitgeber viele Fehlzeiten befürchtet. Männer sollten sich deshalb nicht weniger Gedanken darum machen, denn die Wirkung der Angabe von Kindern im Lebenslauf auf den Personaler ist unabhängig vom Geschlecht des Bewerbers.

Natürlich hegt nicht jeder Personaler die gleichen gängigen stereotypen Interpretationen, doch viele werden unbewusst oder bewusst durch diese Klischees geprägt und formt dadurch schon vorab ein Bild von der Bewerberin oder dem Bewerber. Das kann dann je nach dem Vor- oder Nachteile haben. Natürlich dürfen klischeehafte Einordnungen der Bewerber/innen keine offizielle Grundlage für eine Zu- oder Absage sein, inoffiziell geschieht dies jedoch häufig.

Somit wird die Entscheidung, ob man seine Kinder oder seinen Familienstand im Lebenslauf angibt noch kniffliger. Da es keine einheitliche Empfehlung gibt, ist es ratsam, dies je nach Stellenbeschreibung und Unternehmen individuell zu entscheiden. Wichtig ist allerdings, dass man nicht lügt, wenn der Arbeitgeber im späteren Vorstellungsgespräch danach fragt.

 

Kinder im Lebenslauf erwähnen – Pro & Kontra 

Pro:

Gerade bei älteren Kindern, die älter als 12 Jahre sind, kann sich die Angabe positiv auswirken, denn es steht für private Stabilität und Belastbarkeit des Bewerbers. Außerdem sind keine massiven Fehlzeiten zu erwarten, da die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.

 

Kontra:

Bei Kindern unter 12 Jahren ist es eher ratsam, die Kinder erst einmal nicht zu erwähnen, gerade, wenn man als Bewerber ledig ist. Auch junge Verheiratete ohne Kinder sollten auf diese freiwillige Angabe zunächst verzichten. Auch wenn es niemals als offizieller Grund genannt werden wird, ist für viele Personaler dies ein inoffizieller Grund für eine Absage.

 

Grundsätzlich sollte man aber immer folgendes Argument im Hinterkopf behalten:

Totale Ehrlichkeit gegenüber dem Arbeitgeber sollte eine Voraussetzung sein für ein Arbeitsverhältnis, das in Zukunft lange bestehen soll. Dafür sind auch Vertrauen und gegenseitiger Respekt nötig. Ist ein frisierter Lebenslauf daher wirklich nötig? Und möchte ich überhaupt bei einem Arbeitgeber angestellt sein, der mich bloß als effiziente Maschine einsetzen möchte und den Familienmensch in mir nicht wertschätzt?

 

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